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Sportideen fürs Bad

Sofort-warm-Wasser-liefernde Duschen

Hintergrund
Eben einen Bocksprung aus der Wanne gemacht als mich ein Eis-Wasserfall traf.
5.8.07 17:59


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Tücken von Lücken

Wenn man so nach dem Kino über den fast völlig leeren Parkplatz auf sein Auto zugeht, freut es einen doch zu wissen, dass man Stunden vorher den Wagen mit viel Schulterblick/Rückspiegeleinsatz/Rangieren rückwärts in die Parklücke bucksiert hat - um nachher besser losfahren zu können.
14.8.07 09:45


Getränk des Sommers

15.8.07 09:36


John Neumeier zieh Dich warm an

15.8.07 09:48


Der ungefundene Pol des Marco P.

Ausnahmsweise bringe ich mit diesem Beitrag wirklich einmal eine wichtige Tatsache an die Öffentlichkeit. Fast betreibe ich hiermit sogar investigativen Journalismus (diese Worte wollte ich schon immer einmal hier reinschreiben). Der Grund dafür ist folgender: Ich habe da einen Freund. Der ist Amerikaner. Kennengelernt habe ich ihn in Italien. Er war ein Freund meiner italienischen Zimmergenossin. Nach dem Auslandsaufenthalt ist er nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gezogen - ist ja auch nett da. Nun wohnt er in Treviso und arbeitet in Mestre. Ok, das sind unwichtige Informationen, aber ich möchte euch auf die großartige Information am Ende genügend vorbereiten.

Mein Freund arbeitet in Mestre als Englischlehrer. Für alle, die nicht wissen, wo Mestre ist - das ist im Grunde der Landhafen von Venezia. In Venezia müssen besonders viele Italiener Englisch lernen, da sie sich sonst nicht mit 90% der Straßenablungerer verständigen können. Betroffen sind insbesondere diejenigen, die sich mit den Herumtreibern beruflich beschäftigen müssen. Zum Beispiel auf einem Boot in schwarz (ein Banause nannte sie mal Särge...), das mit einer sehr unpraktischen Ruderbewegung gesteuert wird. Die Steuerer sind so etwas wie Chaffeure, Kapitäne und Unterhalter in einem. Letzteres bringt mich wieder zum Englischen: Die armen Kerls müssen sich mit der Sprache ein wenig abmühen. Damit gehören sie zwar zur Minderheit unter ihren Landsleuten, aber da müssen sie eben durch. Mein Freund unterrichtete dieses Semester das erste Mal Gondoliere und zwar gleich fünf davon. Als Abschlussprüfung sah er eine Fahrt mit ihnen vor - schlaues Kerlchen - bei dem er mit jedem einmal seine spezielle Strecke abfährt und Tipps für die jeweiligen englischen "Ausführungen" gibt.

Er fuhr also mit dem ersten mit - sehr nett alles. Das Haus von Marco Polo hier, die Seufzerbrücke da und viele Grammatikfehler. Beim zweiten wurde er dann doch auch inhaltlich einmal aufgeweckt, als sein Unterhalter ein völlig anderes Haus sogar in einem anderen Stadtteil als Haus von Marco Polo betitelte. Beim dritten war er dann neugierig, welches wohl das richtige gewesen sei - aber nein, ihm wurde ein weiteres Palazzo als Wohnung des Weltenbummlers verkauft. Beim vierten hoffte er nach aller Wahrscheinlichkeit darauf, dass wenigstens eines der drei bisherigen Häuser erwähnt würde - vergebens. Sogar der fünfte hatte ein neues Haus auf Lager.

Nun fragen wir uns, ob es vielleicht eine Absprache aller Gondoliere gibt, dass jeder sein eigenes Marco-Polo-Haus hat, damit keine Streitigkeiten/Gondel-Staus aufkommen. Das würde allerdings eine Höchstgrenze für Gondoliere bedeuten - wie viele Häuser an Wasserstraßen hat Venezia wohl?

Meinen verehrten Lesern empfehle ich an dieser Stelle, besonders bei Unkenntnis der italienischen Sprache, gerade auf eine Führung auf Italienisch zu bestehen, den sanften Klang dieser wundervollen Sprachmelodie zu genießen, alle Häuser als potentielle Marco-Polo-Bleibe zu betrachten und sich romantisch in den Arm des/r Geliebten zu kuscheln.

15.8.07 23:47


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